ERKRANKUNGEN DER BLASE

Die Harnblase

Die Harnblase

Die Harnblase (oft auch einfach nur Blase genannt) befindet sich im unteren Teil der Bauchhöhle, liegt auf dem Beckenboden auf und wird vom Becken gut geschützt. Bei Frauen sitzt sie direkt vor der Gebärmutter, bei Männern grenzt sie ans Rektum (Enddarm) an.

Im hinteren Bereich ist die Blase über die beiden Harnleiter mit den Nieren verbunden. Die Nieren geben ständig Urin ab und füllen so die Blase. Im unteren Bereich schließt die Blase mit der Harnröhre ab, über die sie entleert werden kann.

Die Blase ist stark dehnbar und vergrößert sich je nach Füllung. Wie viel Urin die Blase fassen kann, ist unterschiedlich. Die Blase von Männern ist tendenziell größer, das Fassungsvermögen hängt aber auch von der Körpergröße und anderen Faktoren ab.

In der Blasenwand liegen Dehnungsrezeptoren, die den Füllstand ans Gehirn melden. Wenn die Blase etwa halb gefüllt ist, verspürt man deshalb den Drang, sie zu entleeren. Dieser wird immer stärker, wenn sich die Blase weiter füllt.

Erkrankungen der Blase

Blasenschwäche

Harninkontinenz ist in unserer Gesellschaft noch immer durch eine starke Tabuisierung gekennzeichnet. Menschen, die diese Kontrolle nicht mehr vollständig haben, isolieren sich oft aus Schamgefühl, indem sie gewohnten Tätigkeiten wie Theaterbesuchen, sportlichen Aktivitäten oder auch Reisen nicht mehr nachgehen.

Eine Harninkontinenz kann unterschiedliche Ursachen haben, sie wird daher in verschiedene Formen unterteilt und erfordern jeweils unterschiedliche Therapieansätze.

Belastungsinkontinenz

  • » unwillkürlichen Urinverlust, sobald sich der Druck im Bauchraum erhöht
  • » bei körperlicher Belastung, Anheben oder Tragen schwerer Gegenstände
  • » beim Husten, Niesen, Lachen oder Pressen

 

Dranginkontinenz (Urgeinkontinenz)

Plötzlicher, übermäßig starker Harndrang, obwohl die Blase noch gar nicht voll ist.

Mischinkontinenz

Symptome der Belastungsinkontinenz treten dabei gemeinsam mit Symptomen der Dranginkontinenz auf.

Überlaufinkontinenz

  • » ständig kleine Mengen Urin fließen ab, die Blase "läuft über".
  • » Blase kann sich aufgrund eines Hindernisses nicht mehr richtig entleeren
  • » Blase wird längerfristig übermäßig voll


Reflexinkontinenz

  • » Nicht spürbar wann die Blase gefüllt
  • » Entleerung nicht mehr steuerbar
  • » Blase entleert sich in unregelmäßigen Abständen von selbst


Extraurethrale Inkontinenz

  • » ständiger Urinverlust
  • » Ursache liegt außerhalb der Harnwege (extraurethral) – Z. B. durch Fistel

Blasentumore

Es gibt gutartige und bösartige Blasentumoren. Beide entstehen vor allem nach dem 60. Lebensjahr, und betreffen überwiegend Männer. Die gutartigen Blasentumoren verursachen ähnliche Symptome wie die bösartigen. Wird ein gutartiger Blasentumor innerhalb einer Operation aber komplett entfernt, sind die betroffenen Personen vollständig geheilt. Sie müssen sich keiner weiteren Behandlung unterziehen.

Ein bösartiger Blasentumor, das so genannte Blasenkarzinom, wächst zerstörerisch in seine Umgebung hinein und kann Tochtertumoren, so genannte Metastasen, in anderen Organen bilden. In diesem Fall ist die Behandlung mit der Entfernung des Tumors noch nicht abgeschlossen. Letztendlich erfolgt die Wahl der Therapie ganz individuell von Fall zu Fall. Massgeblich ist hierbei die Art des Tumors, das heisst von welchen Zellen er gebildet wird, seine Lage und die Tatsache, wie weit er schon fortgeschritten ist.

Symptome von Blasentumore
Die ersten Anzeichen einer Krebserkrankung der Blase sind zumeist uncharakteristisch, da sie auch auf andere Erkrankungen hindeuten könnten. Gerade deshalb sollte man bei bestimmten Symptomen aber frühzeitig zum Arzt gehen, um die Diagnose Blasenkrebs ausschließen zu können. Folgende Symptome können erste Anzeichen für einen Blasenkrebs darstellen:

  • » Blut im Urin
  • » Flankenschmerzen
  • » Schmerzen beim Wasserlassen
  • » häufiger Harndrang
  • » Störungen bei der Entleerung der Blase.

Blasenentzündung

Bei einer Blasenentzündung (Zystitis) handelt es sich um eine meist durch Bakterien, selten auch durch Viren oder Pilze, verursachte Infektion der Harnblase, von der vor allem Frauen häufig betroffen sind. Die Infektion kann einen akuten oder chronischen sowie einen unkomplizierten oder komplizierten Verlauf nehmen.

Symptome einer Blasenentzündung:

  • » brennende Schmerzen beim Wasserlassen
  • » krampfartige Schmerzen im Unterbauch
  • » ständiger Harndrang.

Blasen- oder Harnleitersteine

Blasen- oder Harnleitersteine entstehen, wenn Stoffe, die normalerweise im Harn gelöst sind, fest werden. Häufig rufen diese keine Symptome hervor. Doch vor allem größere Kristalle können Koliken und andere Beschwerden verursachen.

Je nachdem, wo sie sich ablagern, spricht man von Nierensteinen, Harnleitersteinen oder Blasensteinen.

Ob und welche Symptome auftreten, hängt von der Größe und Lage der Steine ab. Kleine Steine können unbemerkt durch die Harnleiter in die Blase wandern und beim Urinieren nach draußen gelangen.

Größere Steine können hingegen die Wand des Harnleiters berühren und sogar darin stecken bleiben. Das kann heftige krampf- oder wehenartige, stechende Schmerzen (sog. Harnleiterkoliken) hervorrufen. Sie beginnen meist in der Flanke und strahlen entlang des Harnleiters in den Unterbauch aus.

Tiefsitzende Steine können sogar bis in die Genitalien (Hodensack oder Schamlippen) ausstrahlende Schmerzen auslösen. Während der Stein sich langsam durch die Harnwege bewegt, wandert mit ihm auch oft der Schmerz.

Wenn ein Stein die Harnleiterwand verletzt, kann es außerdem zu Blutungen kommen. Tritt der Stein in die Harnblase und anschließend in die Harnröhre über, ist häufig so viel Blut im Urin, dass es mit dem bloßen Auge zu erkennen ist.

 

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