KINDERUROLOGIE

Kinderurologie

NICHT NUR FACHWISSEN IST WICHTIG!

Als Vater eines Sohnes weiß ich, dass Kinder eine ganz besondere Art des Verständnisses und der Führsorge bedürfen, gerade in medizinischen Belangen. 

Zu meinen Behandlungsschwerpunkten im Bereich der Kinderurologie zählen: Vorhautverengung, Hodenhochstand, Harnwegsinfektionen sowie das Bettnässen.

Urologische Erkrankungen bei Kindern

Hodenstieldrehung/Hodentorsion

Bei einer Hodentorsion (Hodenstieldrehung) verdrehen sich Hoden und Samenstrang teilweise oder komplett um die eigene Längsachse. Hierbei handelt es sich um einen urologischen Notfall, da die Blutzufuhr zum Hoden abgeschnitten wird, wodurch dieser absterben kann. Die Hodentorsion tritt besonders häufig im ersten Lebensjahr oder in der Pubertät auf, kann jedoch auch andere Altersgruppen betreffen.

Bei männlichen Säuglingen äußerst sich eine Hodentorsion zu Beginn fast immer eher verhalten, starke Schmerzen, die dafür Sorgen, dass der Säugling ständig schreit, treten oft erst auf, wenn es für eine hodenerhaltende Operation zu spät ist.

Eltern männlicher Kleinkinder sollten deshalb beim Wickeln oder Baden auch auf erste Anzeichen einer Hodentorsion achten. Das gilt insbesondere dann, wenn bei dem Kind bereits Anomalien an den Geschlechtsteilen, wie zum Beispiel nicht ausreichend miteinander verwachsene Hodenhüllen, festgestellt wurden und eine Korrektur unterblieben ist.

Sind die Hoden geschwollen oder farblich verändert, sollten Sie während der Öffnungszeiten sofort in die Ordination kommen. Außerhalb der Öffnungszeiten suchen Sie bitte sofort das nächstgelegene Spital auf, da eine verzögerte Behandlung zu einer Hodenamputation führen kann.

Hodenhochstand

Der Hodenhochstand ist eine Entwicklungsstörung, bei welcher ein oder beide Hoden nach der Geburt nicht im Hodensack liegen.

Bis etwa 3 Prozent aller zum normalen Zeitpunkt geborenen männlichen Säuglinge haben einen ein- oder beidseitigen Hodenhochstand. Bei Frühgeburten liegt die Häufigkeit bei bis zu 30 Prozent. Am Ende des ersten Lebensjahrs sind die Hoden jedoch in den meisten Fällen vollständig herabgewandert.

Ursachen für einen Hodenhochstand sind oft unterschiedlich. So kann diese Entwicklungsstörung beispielsweise durch anatomische Unregelmäßigkeiten entstehen, die den Weg zum Hodensack verlegen. Die Hoden können dann nicht an die normale Position gelangen. Auch hormonelle Störungen während der Schwangerschaft können ein Grund für einen Hodenhochstand sein. Bei einer Frühgeburt ist die Entwicklung häufig nicht vollständig abgeschlossen, sodass es auch hier zum Hodenhochstand kommen kann.

Der Hoden liegt dann entweder in der Bauchhöhle (Bauchhoden), in der Leiste (Leistenhoden) oder im Eingangsbereich des Hodensacks (Gleithoden). Beim Pendelhoden hingegen liegt dieser zwar im Hodensack, wird jedoch unter bestimmten Bedingungen (z.B. Kälte) nach oben gezogen.

Innerhalb der ersten sechs Lebensmonate muss beim Hodenhochstand noch keine Therapie erfolgen, da sich der Hoden noch von selbst in den Hodensack absenken kann. Geschieht dies nicht, ist eine Behandlung notwendig.

Phimose (Vorhautverengung)

Normalerweise ist bei einem Jungen in den ersten Lebensjahren die Vorhaut des Penis mit der Eichel verklebt. Dadurch lässt sich die Vorhaut nicht über die Eichel zurückschieben. Auf diese Weise wird die überempfindliche Haut der Eichel vor der ätzenden Wirkung des Urins geschützt und der Kontakt mit Kot verhindert. Obwohl die Öffnung der Vorhaut aufgrund der Verklebung sehr eng ist, verursacht sie keine Beschwerden und ermöglicht eine normale Harnentleerung

Wird jedoch der Harnfluss behindert und/oder bläht sich die Vorhaut beim Urinieren auf, sollten Sie einen Termin in meiner Ordination vereinbaren. Meist lässt sich die Phimose rasch und ohne schädigende Folgen beheben.

Vom Vorliegen einer natürlichen Phimose kann bei 96% der neugeborenen Jungen ausgegangen werden. Sie ist völlig harmlos und bedarf primär keiner Behandlung. Durch Reifungsvorgänge kommt es bei vielen Jungen zur Auflösung der physiologischen Phimose zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr, spätestens bis zur Pubertät.

Im Alter von sieben Jahren kann etwa die Hälfte der Knaben die Vorhaut weitgehend zurückstreifen, mit 10 Jahren sind es etwa zwei Drittel.

Symptome bei Phimose:

  • » der Urinstrahl ist dünn oder der Urin tröpfelt
  • » die Vorhaut bläht sich beim Wasserlassen auf
  • » die Vorhaut ist häufig entzündet, da sich der Penis und vor allem die Eichel nicht gut reinigen lässt und sich Bakterien ansiedeln können.

Bettnässen

Wenn Kinder nachts ins Bett machen, sind die meisten Eltern beunruhigt. Dabei ist Entwarnung angesagt, denn Bettnässen ist eine der häufigsten Störungen im Kindesalter: Fast 10 Prozent der Kinder im Alter von 4 bis 15 Jahren in Westeuropa sind nachts nicht zuverlässig trocken. Unter Bettnässen versteht man das Einnässen des Kindes im Schlaf nach Vollendung des fünften Lebensjahres. Man unterscheidet eine primäre und eine sekundäre Enuresis:

Primäre Enuresis:
Primäre Enuresis hat häufig mit der körperlichen Reifung zu tun, denn Kinder haben oft noch nicht gelernt, die volle Blase im Schlaf als solche wahrzunehmen. Diese Form des Bettnässens kann auch familiär gehäuft auftreten und hat vermutlich genetische Ursache.

Sekundäre Enuresis:
Bei der sekundären Enuresis spielen psychische Ursachen eine grosse Rolle. Nässt ein Kind wieder ein, nachdem es lange trocken war, sind oft unerwartete Veränderungen im Leben des Kindes die Ursache. Dies kann die Geburt eines Geschwisterkindes, der Verlust eines Familienmitgliedes, ein Trennungserlebnis oder ein Umzug sein.

Bettnässen ist leider immer noch ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft und in den meisten Familien wird nicht gross darüber gesprochen. Dies verstärkt den Druck und die Verunsicherung von Kindern und Eltern. Beruhigend für das betroffene Kind und die Familie: In absehbarer Zeit geht das Bettnässen bei vielen Kindern von alleine vorbei. In dieser schwierigen Zeit braucht das Kind viel Zuspruch und Unterstützung von der Familie, damit die Phase ohne Schuldgefühle und Angst gemeistert werden kann.

Harnwegsinfektionen bei Kindern

Harnwegsinfektionen sind keine typischen Erkrankungen des Säuglings- oder Kindesalters. Sie gehören aber zu den häufigsten Infektionskrankheiten bei Kindern. Von allen Kindern erkranken 3 Prozent der Mädchen und 1 Prozent der Jungen bis zu ihrem 10. Lebensjahr. In vielen Fällen ist sie eine Folge von angeborenen Anomalien der Harnwege.

Bei Jungen tritt die Erkrankung oft im ersten Lebensjahr auf. Mädchen erkranken - schon im Säuglingsalter - wegen der weiblichen Anatomie häufiger an Harnwegsinfektionen. Vielfach treten Harnwegsinfektionen auch im Schulalter auf.

Harnwegsinfektionen entstehen durch aufsteigende Besiedelung der Harnröhre und schließlich der Blase mit Bakterien, Pilze und Viren. Meistens gelangen die Bakterien von außen in die Harnröhre. Die natürliche Umgebung der krankmachenden Bakterien ist der Darm. Solange Säuglinge und Kleinkinder noch nicht "trocken" sind, ist die Gefahr einer Infektion deshalb sehr hoch.

Neugeborene und junge Säuglinge leiden eher an unspezifischen Symptomen

  • » Erbrechen
  • » Trinkschwäche
  • » Apathie
  • » graue Hautfarbe
  • » Fieber

 

Symptome bei Kleinkindern und älteren Säuglingen

  • » Fieber
  • » Trinkverweigerung
  • » Erbrechen
  • » Schmerzen, Brennen beim Wasserlassen
  • » häufiger Harndrang

 

Ordination

Dr. Saeid Alavi F.E.B.U.
Facharzt für Urologie und Andrologie

Brünnerstrasse 19
Eingang Hermann Bahrstr 9
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Tel: 01 27 14 994
Fax: 01 27 14 994 4

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